Bremen I boomt
Ob es am Lokalwechsel liegt? Im Moment erfreut sich unser Club großer Beliebtheit. Kaum sind wir bei im übrigen überall verbesserten Konditionen im Café Goedeken räumlich ein wenig beengt, da verlassen wir die sonst üblichen sechs oder sieben Tische und müssen uns eher Gedanken um den neunten, vielleicht bald den zehnten Tisch machen. Aber wir freuen uns unverändert über jeden, der kommt, auch über auswärtige Gäste. Wir müssen nur, sollte diese grundsätzlich positive Entwicklung anhalten, demnächst zum Windhundprinzip übergehen, was bedeutet, dass wir uns vorbehalten müssen, die, die zuletzt kommen, gleich ob Mitglieder oder nicht, ein worst case Fall nicht mehr mitspielen zu lassen, falls das Raumangebot wirklich ausgereizt ist. Wir sind allerdings in Gesprächen mit dem Haus, wo wir ggf. einen neunten oder zehnten Tisch aufstellen könnten, und sind zuversichtlich, dass es eine Lösung gibt. Also Bridgefreunde, besucht uns gerne weiter und erlebt einmal die Woche Montagabends das bridgeliche Stahlbad des Nordens. Und - frühes Erscheinen sichert gute Plätze!
Kein Stahlbad, sondern ausgesprochen harmonisch war die traditionelle clubinterne DBV-Pokalausscheidung zwischen dem Team Dierks (Sabine Szimanski, Gaby Knoll, Hans Dierks, Andreas Kirmse, Besetzung wie im Vorjahr) und meinem Team (Annikki, Lars Hüllen, Stefan Hüllen und ich). Unsere Bundesligakomplementäre Lars und Stefan ersetzten unsere letztjährigen Komplementäre Hans von Klot und Hardmuth Groß, die teammäßig zu Bremen-Nord übergewechselt sind.
Traditionell ist in der internen Pokalausscheidung auch, dass es Jahr für Jahr knapp zugeht. Das war in den letzten drei Jahren und so und in diesem Jahr nicht anders. Zur Halbzeit führte Team Dierks mit 24:4 bei sehr schmalen Umsätzen, also 20 Imps vor, von denen wir in der zweiten Hälfte 12 aufholen konnten. Gefühlt waren es bei uns am Tisch gegen Hans und Andreas mehr. Es blieben aber 8 Differenz, 54:46 Imps und damit ein 16:14 UP, was im Pokal keine Bedeutung hat, denn gewonnen ist gewonnen. So sind denn in diesem Jahr für die überregionale Pokalrunde Hans und seine Mitstreiter qualifiziert. Wir wünschen viel Glück! Vertretet unseren Club würdig!! Vor allem wünschen wir Euch etwas mehr Losglück als uns im letzten Jahr, also dass Ihr nicht gleich in der ersten Runde auf Hamburg-Hanseatic, d.h. Piekarek, Wladow und, und, und, trefft. Jedes andere Team erscheint mir im Bezirk schlagbar.
Das erste auswärtige Turnier im neuen Jahr lief aus Bremer Sicht gut. Wie immer war der Farwig-Pokal in Hamburg gut besucht und stark besetzt. Annikki und ich konnten mit 64,3% Silber erringen. Bronze ging an Helga Stoermer und Lutz Narajek mit 59,5%. Gold errang das Paar Margerita/Greszik von UBC Hamburg mit 65,20% , das in der ersten Runde 73% vorgelegt hatte, von denen sich trefflich bis zum Schluss zehren ließ.
Am übernächsten Wochenende sind unsere Teams wieder in der 3. Bundesliga, Regionalliga und der Bezirksliga im Einsatz. Hier sind Karen und Rudolf Buse, Ingrid Höstermann und Heidi Menke ganz hervorragend mit zwei „Höchststrafesiegen“ und damit dem sensationellen Schnitt von 25 nach zwei Spieltagen in die Saison gestartet. Damit läuft es schon jetzt auf das Qualifikationssiel für den Aufstieg in die Regionalliga hinaus. Dort arbeiten Hans Dierks und sein Team auf einen der beiden ersten Plätze und damit die Berechtigung zur Teilnahme an der Bundesligaaufstiegsrunde Mitte Juni hin. Wir werden in Kassel versuchen, einen der beiden Abstiegsplätze in der 3. Bundesliga zu verlassen. Die Chance dazu ist da, denn die Gegner sind am übernächsten Wochenende nicht so stark wie die Auftaktgegner, sicher mit Ausnahme von Tabellenführer Nürnberg. Auch das uns in jeder Hinsicht nahestehende Team aus Delmenhorst muss strampeln, bevor es ja am letzten Bundesligawochenende im März zum Showdown kommt, bei dem wir endlich auf unser Spitzenpaar Wlodek Duszynski und Leszek Molak werden zurückgreifen können.
Im DBV zeichnet sich am 24.03.2012 eine Kampfkandidatur auf verschiedenen Posten ab. Ich habe, wie schon kurz dargelegt, wegen starker beruflicher Belastung meine Ambitionen für den Präsidenten noch einmal zurückgestellt, drücke aber dem aus meiner Sicht sehr kompetenten Team um Michael Gromöller die Daumen. Eine Veränderung im DBV tut bitter Not. Nicht umsonst gibt es in der Politik – und nicht nur da – bei bestimmten Ämtern nicht mehr als maximal zwei Wahlperioden. Dann müssen frische Kräfte her. Auch wenn sich das bisherige Team wohl noch einmal zur Wahl stellen wird, glaube ich persönlich, dass es zukünftig nichts Entscheidendes mehr wird bewirken können, insbesondere nicht die dringend im deutschen Bridge erforderlichen Veränderungen, die herbeizuführen ich andererseits der Truppe um Michael Gromöller zutraue. Es wird also am 24.03.2012 in Hamburg spannend; es lohnt sich sicherlich zuzusehen, auch wenn man selbst keine Vereinsstimme einbringen kann. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung wird noch ein offenes Paarturnier gespielt.
Zum Abschluss noch eine gute Nachricht. Zumindest in der Lightversion ist das leider vor drei Jahren „gestorbene“ Traditionsturnier in Timmendorf zurück. Das neue Verbandsblatt, bei dem man auf der Titelseite einige bekannte Gesichter von Bremen I sieht (meines zum Glück nicht), weist ein Team- und Paarturnier vom 23. bis 26.08.2012 in Timmendorf aus. Wer kann, sollte diese Veranstaltung unterstützen. Es wäre schön, wenn, was über viele Jahre eine liebgewordene Tradition war, im Spätsommer wieder dauerhaft
ein Gegengewicht zu Wyk auf Föhr im Juni geschaffen werden könnte.
Mit sportlichem Gruß
Uwe Schoolmann
Sportwart